Neue Entwürfe Empowerment durch 3-D-Druck

Guten Tag,

ich habe immer wieder berichtet über die Kooperation zwischen der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Reutlingen, der Dreifürstensteinschule in Mössingen und dem Seminar für Ausbildung und Fortbildung (Fachseminar für Sonderpädagogik) in Reutlingen.
Heute war es soweit, dass vor den Sommerferien weitere Prototypen fertig geworden sind.
Zum einen ist nun ein Löffel für eine Person mit starken motorischen Beeinträchtigungen der oberen Extremitäten fertig geworden. Dieser wird getestet und weiterentwickelt. Das besondere an diesem Entwurf ist, dass aufgrund der motorischen Beeinträchtigung und der dadurch bedingten Schräglage, das Essen vom Löffel fällt. Hierfür hatten die Anwärter*innen des Fachseminars die Idee, eine Umrandung zu machen, so dass die Nahrung nicht vom Löffel rutschen kann. Wir werden sehen.
Dann wurde noch ein größerer T-Stab zur Ansteuerung eines Tablets für eine Person mit starken Spastiken entwickelt, da die Person nicht einen Finger isolieren kann. Mittels T-Stab, insbesondere in dieser Größe, sollte da möglich sein. Auch darüber werde ich berichten.
Und zum Schluss: wir haben einen überdimensionierten Taster entwickelt – dieser ist noch nicht fertig – aber die Idee der Anwärter*innen war, dass bedingt durch die motorische Beeinträchtigung die Fläche des Tasters sowie die Größe allgemein vergrößert werden sollte, damit die Person den Taster besser bedienen kann. Dieser Entwurf wird nach den Sommerferien weiterentwickelt – wir haben da schon Ideen diskutiert.
Zu sehen sind noch auf dem Foto zwei Fingerführungen für die Bildschirmtastatur. Die Möglichkeiten des 3-D-Drucks in der Sonderpädagogik im Sinne des Empowerments habe ich in mehreren Beiträgen/Artikeln beschrieben, welche im Herbst veröffentlicht werden.
Das Projekt wird im neuen Schuljahr weitergeführt – die nächsten Ideen sind schon entwickelt.
Igor

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